Die Polizeisportvereinigung Bochum war nach 2025 zum zweiten Mal in Folge Ausrichter der Deutschen Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer Ü30. In der Rundsporthalle am Bochumer Ruhrstadion kämpften die Ü30-Judoka in den verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen um die nationalen Titel.

Vom JC Bad Ems war in diesem Jahr nur Jessica Eschenauer (F2, -70 kg) am Start. In Runde eins gelang ihr ein Sieg gegen Verena Aßmuth (TV Salzkotten, NW) nach Yuko-Führung mit O-Uchi-Gari und anschließendem Sankaku-Gatame (Haltegriff). In Runde zwei gewann sie gegen Jill Berger (1. Friedrichshainer BUDO-Club ’90, BE) nach einer Yuko-Führung wieder mit Sankaku-Gatame. Im Halbfinale gelang ihr ein Sieg gegen Isabel Schuldt (Judo Club Sakura Herzogenrath, NW) mit Yuko für Ko-Uchi-Gari. Im Finale verlor sie knapp über die Zeit mit einer Yuko Wertung für einen Konter gegen Larissa Spenkuch (SG Eltmann, BY). Platz zwei und der Deutsche Vizemeistertitel in der Altersklasse F2 der Ü30 Judoka für Jessica Eschenauer.  

Am zweiten Tag der nationalen Meisterschaften der Frauen und Männer Ü30 gingen insgesamt 19 Mixed-Team-Mannschaften der Landesverbände in der Bochumer Rundsporthalle an den Start. Jessica Eschenauer kämpfte für das Team aus Berlin. In Runde eins gab es gegen Bayern einen 3:2. Jessica Eschenauer punktete gegen Alison Bayern nach Waza-Ari Führung im Boden. Im Viertelfinale gab es wieder ein 3:2, diesmal gegen Bremen. Eschenauer siegte gegen Sarah Finke mit Ippon für Ko-Soto-Gari. Im Halbfinale ging es gegen gegen Niedersachsen. Wieder ein  3:2 brachte die Berliner ins Finale. Hier gewann Jessica Eschenauer gegen Anja Habermann mit zwei Waza-Ari Wertungen für Uchi-Mata und Ko-Soto-Gari. Im Finale wartete dann das Team aus Nordrhein-Westfalen. Hier gab es einen Sieg von Jessica Eschenauer gegen Katharina Wolters mit Ippon für O-Uchi-Gari. Das reichte aber leider nicht zum Sieg und das Team aus Berlin unterlag gegen NRW und wurde zweiter.

Im Vordergrund stand bei allem Ehrgeiz der Spaß am sportlichen Vergleich. Die Ü30-Judoka nutzen die Meisterschaften in jedem Jahr vor allen Dingen auch, um sich zu treffen und Freundschaften zu vertiefen. 358 Männer und 102 Frauen standen in der Rundsporthalle auf der Matte. Im Medaillenspiegel der Landesverbände belegt Nordrhein-Westfalen mit 22 Gold-, 24 Silber- und 33 Bronzemedaillen den ersten Platz. Dahinter folgen Bayern (13/12/13) und Baden (10/6/11).